Funktion
Bei eingeschalteter Werkzeugradiuskorrektur errechnet die CNC-Steuerung automatisch für unterschiedliche Werkzeuge die jeweils äquidistanten Werkzeugwege. Benötigt werden dazu die Werkzeug-Nummer T, die Werkzeugkorrektur-Nummer D (mit Schneiden- Nummer), die Bearbeitungsrichtung G41/G42 und die jeweilige Arbeitsebene G17 bis G19. Die Bahn wird in der programmierten Ebene korrigiert, abhängig vom ausgewählten Werkzeugradius.
Die An- und Abfahrwege können z. B. an den gewünschten Konturverlauf oder an Rohteilformen anpasst werden: NORM
Das Werkzeug fährt direkt auf einer Geraden die Kontur an und wird senkrecht zur Bahntangente im Anfangspunkt ausgerichtet: KONT
Liegt der Startpunkt hinter der Kontur, so wird der Eckpunkt P1 der Kontur umfahren. Liegt der Startpunkt vor der Kontur, so wird wie bei NORM die Normaleinstellung im Anfangspunkt P1 angefahren. Ebenso kann im Teileprogramm angewählt werden, mit welcher Strategie Außenecken der Kontur umfahren werden:
- Übergangsradien Kreis oder Ellipse
- Schnittpunkt der Äquidistanten
Für weiches An- und Abfahren an/von Kontur, d. h. tangentiales An- bzw. Abfahren unabhängig von der Lage des Ausgangspunktes, stehen Ihnen verschiedene Strategien räumlich oder in der Ebene zur Verfügung:
- An- und Abfahren von links oder rechts
- An- und Abfahren auf einer Geraden
- An- und Abfahren auf einem Viertel- oder Halbkreis
Die CNC-Steuerung fügt automatisch einen Kreis bzw. eine Gerade in den Satz mit der Werkzeugradiuskorrektur ein, wenn kein Schnittpunkt mit dem Vorgängersatz möglich ist. Der Korrekturbetrieb bei der Werkzeugradiuskorrektur darf nur von einer bestimmten Anzahl aufeinander folgender Sätze oder M-Befehle unterbrochen werden, die keine Fahrbefehle bzw. Wegangaben in der Korrekturebene enthalten. Die Anzahl aufeinander folgender Sätze oder M-Befehle ist über Maschinendatum einstellbar (Standard 3, maximal 5).
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